Podhalaner

Schrift: wie wir auf den Hund kamen


von Dirk

Als wir uns kennenlernten, war meine Frau bereits Hunde-erfahren. Sie brachte die Labrador-Hündin Piroschka (Piri) mit in unsere Beziehung. Meine tierischen Erfahrungen beschränkten sich bis dato auf reine Zufallsbekanntschaften...

Unser Haus ist umgeben von einem großen Grundstück - ideal für Piri. Rennen, spielen, toben – kein Problem. Aber Haus und großes Anwesen bewachen? - für ein Labrador-Mädchen unmöglich.

Ein "Zweithund", das wär's doch…   ein großer schwarzer Bär - imposant, verschmust, aber wachsam - so stellten wir uns das vor. Mehr als ein halbes Jahr suchten wir und eines Tages (im Internet) - sahen wir ihn: Unseren Hund. Den großen Bären... weiß...

Ein Polski Owczarek Podhalanski. Was ist das für eine Rasse? Noch nie gehört! Was für ein schöner Hund! - waren unsere Kommentare. Wochenlang stöberten wir weiter im Internet und telefonierten mit Züchtern dieser Rasse, um uns zu informieren. Und wir wollten einen Podhalaner auch mal "live" sehen. Also auf nach Polen – in die Heimat des Polski Owczarek Podhalanski. Mal eben 800 km fahren, Hunde anschauen, mit Züchtern sprechen und wieder 800 km zurück – da ist man wohl von einem "weißen Virus" infiziert?! Wir waren jedenfalls von den weißen Bären beeindruckt und jetzt auch ganz sicher – so ein Podhalaner kommt zu uns.

Und dann kam er... - ONYKS von der Zottigen Familie - ein kleines acht Wochen junges weißes Fellbündel... ein Welpe der ganz besonderen Art...

Es gab Momente, da waren wir am Ende unserer Nerven, saßen am Tisch und erwägten tatsächlich, ihn einzuladen und zurück zu bringen...

Aber mit viel Liebe, Geduld und Konsequenz unsererseits und nützlichen Tipps und Ratschlägen von erfahrenen Züchtern und Podhalaner-Besitzern ist Onyks das geworden, was er heute ist – ein ausgeglichener, zuverlässiger, gut sozialisierter Wach- und Familienhund.

 

Unsere Kontakte zu Menschen, die wie wir mit dem "weißen Virus" infiziert sind, wurden intensiver und eines Tages begannen wir, über die Zucht dieser schönen und intelligenten Hunde nachzudenken. Dazu braucht es allerdings (mindestens) 2...

Wir gingen also auf Brautschau für Onyks.

 

JASNA z Poldery Holenderski, ein Podhalaner-Mädchen, hatte es uns angetan. Wieder einmal fuhren wir ein paar hundert Kilometer... diesmal nach Nord-Holland. Auf der Rückfahrt dann wieder ein kleines weißes Fellbündel im Auto...und alles begann von vorn.

Jasna war ungeheuer neugierig und agil. Ängstlichkeit? - ein Fremdwort für sie - nichts, was sie kannte, war vor ihr sicher - leider auch nicht unsere Nerven... Unser "Terrorkrümel" - wie meine Frau treffsicher meinte...   Aber mittlerweile tat so etwas unserer Hunde-Liebe keinen Abbruch mehr.

 

Jasna wuchs heran. Mit jedem Tag schöner ;) aber auch wissbegieriger und selbstbewusster... Unsere Erfahrungen mit dem "Großen" waren oft sehr hilfreich, ebenso die Unterstützung durch Piri und Onyks, die die "Kleine" schon mal in die Schranken wiesen, wenn sie es gar zu bunt trieb.

 

Währenddessen rückte unser Traum von einer eigenen Zucht in immer greifbarere Nähe.

 

Jasna erhielt ihre ersten Auszeichnungen auf Ausstellungen

und nach positiven Untersuchungs- und Prüfungsergebnissen

im September 2012 die Zuchtzulassung.

 

Die Traumhochzeit fand am 14. 04. 2013 im engsten Kreis statt.

Eine kurze Zeit daumendrückender Erwartung folgte -

und dann die Gewissheit: Jasna war trächtig!

Unsere Freude war unbeschreiblich - eeendlich...

 

Am 11. Juni 2013 war es dann soweit:

13 kleine Podhalanerchen (9 Jungs und 4 Mädels)

erblickten das Licht der Lausitz und der Welt.

Der erste Nachwuchs im Zwinger von Tatra Mountains.

Eine anstrengende und glückliche Zeit liegt nun hinter uns allen.

Die kleinen Racker wuchsen und gediehen prächtig.

12 von ihnen haben ein liebevolles neues Zuhause gefunden -

wir geben ihnen und ihren Besitzern unsere besten Wünsche mit auf den Weg.

 

Die kleine AKASHA von Tatra Mountains

bereichert nun unser Familienleben und sorgt für Trubel und Heiterkeit ;)

• Jentzsch •